Jobcenter

Jobcenter und Agentur für Arbeit gehören zu den derzeit stark nachgefragten Stellen.
Im Jobcenter Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf wurde zusätzlich zum Servicecenter (5555 32 2222) eine weitere Telefonnummer geschaltet, über die Anrufer beraten und weitergeleitet werden (5555 32 6860). Hierfür werden nach einer Kurzeinweisung vorwiegend Mitarbeiter*innen aus der Arbeitsvermittlung eingesetzt. Darüber hinaus gibt es eine überregionale Nummer für Neuanträge (0800 4 5555 23). Die 13 Mitarbeiter*innen des Jobcenters im Arbeitgeberservice  verstärken nach einer Kurzschulung die bundesweite Hotline zum Kurzarbeitergeld.
Der Zugang zum Jobcenter erfolgt ausschließlich telefonisch, über die Digitalzugänge, per E-Mail und postalisch. Nur absolute Notfälle können sich im Eingangsbereich melden. Das Scancenter für die postalisch übersandten Unterlagen (Einsteuerung in die E-Akte) war vorübergehend stark überlastet. 
Die bundesweiten Netze der Agentur für Homeoffice-Plätze sind so stark beansprucht, dass für das JC kurzfristig eine  Flexibilisierung der Arbeitszeiten verabredet wurde, so dass die Netze in verabredeten Schichten zwischen 6:00 bis 22:00 Uhr beansprucht werden. Am Sonnabend 18.04. und 25.04. kann auf freiwilliger Basis gearbeitet werden.  
Nach dem Sozialschutzpaket ist der Zugang zu verschiedenen Leistungen erleichtert worden. Für das Arbeitslosengeld II gibt es reduzierte Antragsformulare. Für sechs Monate ist die Vermögensgrenze stark angehoben worden und es findet kein Kostensenkungsverfahren bei zu hohen Unterkunftskosten statt. Menschen, die schon im Leistungsbezug stehen, müssen bis August keinen Weiterbewilligungsantrag stellen, die Leistung wird direkt weiterbewilligt.
Das Antragsaufkommen ist sehr stark gestiegen mit einem hohen Anteil an Selbständigen (ca. 1/3). Nur ein Bruchteil der Anträge ist vollständig, so dass es einen hohen Bearbeitungsaufwand gibt. Mitarbeiterinnen aus dem Vermittlungsbereich werden ab dieser Woche zum Leistungsrecht geschult, um bei der Bearbeitung und Antragseingabe unterstützen zu können.
Alle Arbeitsgelegenheiten (AGH) wurden bis voraussichtlich 30.06. unterbrochen. Die  Maßnahmen wurden den Trägern bis zum 31.03. finanziert. Für die Zeit ab dem 1.04.  können die Träger nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) beim Jobcenter finanzielle Unterstützung beantragen, wenn ihr Bestand ansonsten gefährdet ist. 
Tätig sind zum Teil und in individuell angepasster Form Projekte nach 16i SGB II: Begleitdienste und die Kiezmütter- und -väter  betreuen beispielsweise telefonisch ihre Kontakte oder bieten Einkaufshilfen an. Goldnetz z. B. fertigt in seiner Werkstatt mit den Mitarbeiter*innen, die nicht zum gefährdeten Personenkreis gehören,  Community-Masken für Senioreneinrichtungen.